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Rückblicke 2005

Neuerscheinung in der Reihe "Volksliedstudien"

Michael Fischer – Rebecca Schmidt: »Mein Testament soll seyn am End«
Sterbe- und Begräbnislieder zwischen 1500 und 2000

   
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Dieser Band der Volksliedstudien wendet sich zehn Sterbe- und Begräbnisliedern der christlichen Tradition zwischen 1500 und 2000 zu. Der Bogen reicht von Martin Luthers »Mitten wir im Leben sind« bis hin zur Dichtung »Der Himmel, der ist« des Schweizer Lyrikers Kurt Marti.

Die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte dieser geistlichen Lieder zeigt sowohl ästhetische als auch religiös-mentale Veränderungen auf. Begleitet werden die Liedkommentare von ausgewählten Illustrationen.

Die Autoren waren Stipendiaten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Graduiertenkolleg "Geistliches Lied und Kirchenlied interdisziplinär"). Rebecca Schmidt ist zur Zeit als Studienreferendarin in Koblenz tätig, Michael Fischer als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Volksliedarchiv.

 

 

Jüdische Musik auf Schellack

Ein Vortrag mit historischen Aufnahmen

 

mit    Eckhard John und Heidy Zimmermann
am:   Mittwoch, 26. Oktober 2005
um:   20.15 Uhr
in:     Freiburg, Universität, HS 1199 (KG 1, 1. OG)

Veranstalter:
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
gemeinsam mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Univ. Freiburg

 

Wie klingt jüdische Musik? Bei dieser Frage hat man heute unwillkürlich Klesmer-Musik im Ohr. Doch ist dies eine noch recht junge Entwicklung. Die älteren Traditionen jüdischer Musik in Deutschland hörten sich ganz anders an.

Einen Eindruck von deren Klangwelt vermittelt dieser Vortrag mit Schellackaufnahmen, die Anfang der 1930er Jahre auf den jüdischen Plattenlabels Semer und Lukraphon in Berlin erschienen sind. Diese seltenen Tonaufnahmen rufen die Vitalität und die Vielfalt jüdischer Musik in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Erinnerung.

 

Den Anlass zu diesem Vortrag bietet das jüngst erschienene Buch
Jüdische Musik? Fremdbilder – Eigenbilder,
hrsg. von Eckhard John und Heidy Zimmermann,
Köln etc. Böhlau-Verlag 2004, 432 S., 39,90 €.

 

Bald ausgeleiert?

Bundesweite Aktion zur Bestandserhaltung des schriftlichen Kulturguts

   
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Napoleon wusste nicht nur mit Kanonen und Armeen umzugehen, sondern auch mit der Drehorgel. So jedenfalls sieht es der Illustrator eines Flugblatts, das den auf Elba verbannten Ex-Kaiser mit einem Leierkasten zeigt. Vergeht so der Ruhm der Welt?

Vergänglich ist aber nicht nur politischer Wahn und persönlicher Ehrgeiz, sondern auch Papier: Die historischen Quellen, wie das abgebildete Flugblatt, sind in ihrem Bestand bedroht. Oder warten auf eine Sicherheitsverfilmung bzw. Digitalisierung. Letztere soll die Flugblätter allen Interessierten über das Internet zugänglich machen.

 

Das Deutsche Volksliedarchiv bietet anlässlich der "Aktion Lesezeichen", die sich der Bestandserhaltung des kulturellen Erbes annimmt, eine Führung an. Gezeigt werden am Freitag, 2. September 2005, von 11.00 bis 12.00 Uhr, Flugblätter und Flugblattfragmente mit Liebes-, Scherz- und Spottliedern des 17. bis 19. Jahrhunderts. Unterstützt wird die bundesweite Aktion vom Nobelpreisträger Günter Grass und der VolkswagenStiftung. Das Datum erinnert zugleich an den ersten Jahrestag der Brandkatastrophe in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar.

Ausführliche Informationen zum Aktionstag enthalten die folgenden Seiten:

 

 

Symposium zum 100. Geburtstag von Wolfgang Steinitz

Die Entdeckung des sozialkritischen Liedes

1. bis 3. JULI 2005
RUDOLSTADT

 

Diese Tagung ist ein Kooperationsprojekt zwischen Deutschem Volksliedarchiv und TFF.Rudolstadt, mit Unterstützung der Woody Guthrie Foundation and Archives (New York).

Das sozialkritische Lied ist ein zentrales Thema der Popularmusik und ein wichtiges Feld der literarisch-musikalischen Produktion im 20. Jahrhundert. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Wolfgang Steinitz widmet sich diese Tagung den innovativen Impulsen, die von seinen wissenschaftlichen Arbeiten ausgingen. Steinitz hat mit seinem großem Werk "Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters" (1954/1962) das historische sozialkritische Lied erstmals umfassend dokumentiert und damit dessen Wahrnehmungsweisen entscheidend geprägt.

 

Das Tagungsprogramm gliedert sich daher in drei Schwerpunktbereiche:

  • der Person Wolfgang Steinitz als Liedforscher, Volkskundler und politischer Akteur,
  • dem Themenfeld "Lied und Krieg" als ein gerade auch in der Gegenwart virulentes Sujet,
  • der grundsätzlichen Reflexion über oppositionelle Lieder im 20. Jahrhundert (im internationalen Kontext).

 

Das Symposium wird gefördert durch die  
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Neuerwerbung: Drucke aus der Sammlung Hans Hochenegg

 

Im Jahr 2005 konnte eine kleine, aber exquisite Auswahl aus der Sammlung des Innsbrucker Wissenschaftlers und Heimatforschers Hans Hochenegg (1894–1993) erworben werden, die vornehmlich weltliche Lieder enthält. Die Sammlung umfaßt 45 Blätter aus dem 16. und 17. Jahrhundert und bereichert damit den Bestand an alten Drucken durch wertvolle Originale.

   
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Das  Beispiel zeigt eine Flugschrift mit weltlichen Liedern aus dem 17. Jahrhundert. Das Titelbild nimmt auf die Bukolik Bezug, illustriert aber zugleich die delikate Eingangsstrophe des zweiten Liedes: "Ruhe Schäfer! in dem Schatten / auf der Schooß der Liebsten dein ...

 

 

 

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Ab Semesterbeginn,
15. Oktober 2018,
hat die Bibliothek geänderte Nachmittagsöffnungszeiten: Di + Do von 15 bis 18 Uhr.

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Jahreswechsel:
Wir haben bis einschließlich Freitag, 21. Dezember geöffnet und sind im neuen Jahr ab Montag, 7. Januar wieder für Sie da.

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 Jahrbuch des Zentrums für Populäre Kultur und Musik

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Jonas Menze: Musical Backstages
 
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Michael Fischer, Christofer Jost und Janina Klassen (Hrsg.): Image - Performance - Empowerment
 
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